Bundesverband des Deutschen Versandhandels e.V.
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Pressemitteilung

22.06.04 16:00

Mitgliederversammlung, Eröffnungsrede Magdeburg 22. Juni 2004, 16 Uhr, Hotel Herrenkrug, Raum Telemann

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Gäste des bvh,

ich begrüße Sie zum öffentlichen Teil der Mitgliederversammlung 2004 unseres Bundesverbandes und heiße Sie alle herzlich willkommen. Ich freue mich sehr darüber, dass Sie, verehrte Gäste aus Politik, Ministerien, den befreundeten Verbänden, der Presse, den Organisationen der Wirtschaft und Wissenschaft, und Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen aus den Versandunternehmen, unserer Einladung gefolgt sind.

Besonders freue ich mich auch, Herrn Dr. Otto heute zu begrüßen, dessen Unternehmen hier im Umkreis von Magdeburg sozusagen seine zweite Heimat hat und dessen Gäste wir morgen im Otto-Logistikzentrum Haldensleben sein werden. Dafür bereits an dieser Stelle herzlichen Dank.

Meine Damen und Herren, nach Leipzig 1996 und Berlin 2000 treffen wir uns heute zum dritten Mal zu einer Mitgliederversammlung in den neuen Bundesländern. Mit der Wahl dieses Tagungsortes wollten wir in doppelter Hinsicht ein Zeichen setzen:

Zum einen möchten wir dokumentieren, wie wichtig und bedeutsam für uns Investitionen im Osten waren und sind. Gerade in den neuen Bundesländern haben unsere Mitgliedsunternehmen für die Zukunft entscheidende Investitionen getätigt, vor allem in die Logistik. Die drei größten Versandhandelsunternehmen Deutschlands, nämlich – in alphabetischer Reihenfolge - Neckermann, Otto und Quelle haben in den Jahren 1991 bis heute insgesamt fast genau eine Milliarde Euro in Logistik-Standorte der neuen Bundesländer investiert und dort mehr als 5.100 Arbeitsplätze geschaffen. In diese Rechnung noch nicht einbezogen sind die vielen Arbeitsplätze, die in den neuen Call Centern, den stationären Shops sowie im Zuge der Investitionen etwa in der Bauindustrie mittelbar entstanden sind. Alles in allem schätzen wir, dass damit der Grundstein für weitere 12.000 Arbeitsplätze gelegt wurde. Aus den Versandzentren Haldensleben (Otto), Heideloh (Neckermann) und Leipzig (Quelle) werden heute rund 90 Millionen Pakete jährlich in die gesamte Republik versandt. Der morgige Tag wird wie gesagt Gelegenheit geben, sich eines dieser Logistikzentren, nämlich Haldensleben, genauer anzusehen.

Zum anderen möchten wir erneut die Bedeutung der Kunden in Ostdeutschland für den Umsatzsprung unserer Branche nach 1989 betonen. In der DDR hatte der Versandhandel nie eine nennenswerte Rolle gespielt. 1956 eingeführt, kam er zuletzt nicht einmal mehr auf ein Prozent des Einzelhandelsumsatzes. 1974 wurde er sogar per Dekret eingestellt. Die historischen, unvergessenen Ereignisse im Herbst 1989 jedoch ebneten den Weg zu einer Zeitenwende. Politisch wie auch wirtschaftlich. Vor allem die Versandhandelsunternehmen konnten in dieser „Stunde Null“ profitieren, die weltpolitischen Ereignisse bescherten den Versendern praktisch über Nacht eine neue Boomzeit. Mit dem Fall der innerdeutschen Grenze konnten plötzlich weitere 16 Millionen Menschen per Post bestellen und per Katalog von heute auf morgen auf ein komplettes Warenangebot zurückgreifen. Der deutsche Versandhandel sah sich zurückversetzt in jene Zeit nach der Währungsreform, ein riesiger Absatzmarkt wartete förmlich auf uns. Doch davor stand harte Arbeit: Zunächst waren Kataloge nachzudrucken, Adressen zu erfassen, zusätzliche Waren zu beschaffen, und vor allem die logistischen Probleme mussten gelöst werden. Was Versender in den beiden ersten Jahren nach der Wiedervereinigung leisteten, war ohne Beispiel. Wo Warenhäuser und Ladengeschäfte fehlten - der Katalog war da. Er war die Hauptversorgungsquelle in der ersten Zeit und schaffte Vertrauen und Loyalität, was bis heute anhält. Der ungeheure Nachholbedarf der Menschen in den neuen Bundesländern bescherte dem Versandhandel einen nie geahnten Umsatzboom. Der Versandhandelsumsatz stieg von 12,8 Mrd. Euro im Jahr 1989 auf über 21,4 Mrd. Euro im Jahr 1993 und damit um insgesamt 67 Prozent.

Meine Damen und Herren, leider hat sich diese Hochphase nicht weiter fortsetzen lassen; seit dem Jahr 1993 verzeichnet unsere Branche stagnierende bis rückläufige Umsätze. 2003 lag der Versandumsatz bei nunmehr 21 Mrd. Euro – und damit leicht unter dem Wert von 1993. Und auch die Umsätze im bisherigen Jahresverlauf 2004 sind für viele von uns zum Teil deutlich zurückgegangen. Man muss wohl kein Prophet sein, um zu erkennen, dass in diesem Jahr keine Trendwende mehr zu erwarten ist. Der gesamte Einzelhandel bewegt sich weiter ins Minus, für das erste Quartal liegen die Umsätze der deutschen Einzelhändler nominal 1,7 Prozent unter dem Vorjahr. Für den Versandhandel steht ein Minus von 3,2 Prozent zu Buche, die Textileinzelhändler schlossen das erste Quartal mit minus 4 Prozent ab.

Probleme bereitet allen Einzelhändlern in erster Linie das Konsumverhalten der Bürger. Die Ausgaben der Konsumenten verschieben sich nach wie vor zu anderen Dingen wie etwa Gesundheit, Altersvorsorge, Wohnen oder Energie. Für den klassischen Einzelhandel bleibt immer weniger übrig. Vergleicht man den Anteil des Einzelhandelsumsatzes an den gesamten privaten Konsumausgaben in Deutschland, dann ergibt sich für 2003 ein historischer Tiefststand von 29,3 Prozent. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor, 1993, lag dieser Wert noch bei 39,2 Prozent. Man muss sich das einmal vor Augen halten, meine Damen und Herren, das ist ein Unterschied von fast 10 Prozentpunkten.

Gleichzeitig weist die Detailanalyse der privaten Konsumausgaben aus, dass zwischen 1993 und 2003 beispielsweise die Ausgaben für Mieten und Nebenkosten um 49 Prozent, die für Gesundheit um 52 Prozent und die für Versicherungen um 54 Prozent gestiegen sind - während die Einzelhandelsumsätze im engeren Sinne auf dem Niveau von 1993 stagnieren.

Über weitere belastende Faktoren wie die anhaltend schwache konjunkturelle Situation in Deutschland, die hohe Zahl der Arbeitslosen und die von Reformdiskus-sionen entnervten und verunsicherten Verbraucher möchte ich hier erst gar nicht re-den. Dies ist Ihnen bestens bekannt.

Doch wenn wir hier in der Branchenfamilie zusammenkommen, gilt es sicher ehrlich anzuerkennen, dass auch wir vermutlich in einigen Dingen neu ansetzen müssen. Die Textilschwäche im vergangenen Jahr beispielsweise war nicht unerheblich dadurch bedingt, dass die Herbst/Winter-Kataloge den Verbraucher zu einer Zeit erreichten, als uns noch monatelange Rekordhitze ins Haus stand.

Anders sieht es hingegen bei den im vergangenen Jahr so heftig geführten Rabattschlachten aus. Wir sind diesen Weg nicht mitgegangen. Doch nach wie vor denke ich, zu Recht. Auf kurze Sicht kann das ein Mittel sein, um den unlustigen Konsumenten wieder zu mehr Ausgaben zu bewegen, doch auf lange Sicht kann so wohl unter dem Strich kaum noch etwas übrig bleiben. Wir ziehen es vor, immer preiswürdig zu sein, das fordert der Kunde und verlangt schon allein die Transparenz unserer Kataloge von uns.

Meine Damen und Herren, es ist erwiesenermaßen zur Zeit nicht einfach, den Kunden zum Kaufen zu bewegen. Doch was manchmal sogar noch schwieriger scheint, ist den Kunden wettbewerbsrechtlich überhaupt korrekt anzusprechen. Sie werden das aus Ihrer täglichen Praxis leidvoll kennen.

Zunächst nämlich ist die Frage zu klären, wie man Werbeaussagen überhaupt noch gesetzeskonform gestalten kann. Mit dem Fernabsatzrecht und der „BGB-Informationsverordnung“ wurden den deutschen Versendern ein wahres Bündel von Pflichtinformationen auferlegt, die dem potentiellen Kunden bereits in der Werbung mitgeteilt werden müssen und außerdem weit über die europäischen Richtlinienvorgaben hinausgehen. Die deutschen Unternehmen werden hierdurch gegenüber der europäischen Konkurrenz und teilweise auch gegenüber dem statio-nären Handel erheblich benachteiligt.

Wie kompliziert und realitätsfern die Rechtsvorschriften zu handhaben sind, zeigt sich sehr gut an zwei Beispielen. Der Rechtsausschuss des bvh hat sich einmal die Aufgabe gestellt, eine normale Waschmaschine und ein Handy im Versandhandel zu verkaufen. Wie würde eine entsprechende Werbeanzeige im Katalog aussehen müssen, wenn man allen vorgesehenen Informationspflichten genügen wollte? Ich kann Ihnen sagen, dass man das Produkt vor lauter Pflichtinformationen kaum mehr erkennen konnte. Ähnliches gilt für einen Fernsehspot, dessen Länge durch die Informationsfülle von 30 Sekunden auf über 4 Minuten aufgebläht wurde. Das kann man keinem Fernsehzuschauer zumuten.

Die zweite große Bürde deutscher Politik für die Versender ist die einseitige Retourenregelung. Hierzulande ist seit 30.6.2000 per Gesetz festgelegt, dass „Kosten und Gefahr der Rücksendung…der Unternehmer trägt.“ Diese einseitige Kostentragungspflicht ist außer in Deutschland nur noch in Finnland gesetzlich verankert. Der Anteil der im Versandhandel bestellten und anschließend zurückgesandten Ware nimmt gleichzeitig jährlich zu. Die Unternehmensberatung Roland Berger hat in unserem Auftrag Ende des vergangenen Jahres ermittelt, dass die Rücksendequote im Jahr 2002 bereits bei über 30 Prozent lag. Gegenüber dem Vergleichszeitpunkt 1998 mit einer Retourenquote von gut 24 Prozent ergibt dies eine Steigerung von insgesamt 25 Prozent bzw. plus 5,5 Prozent per annum. Und auch 2003 und im bisherigen Verlauf 2004 kann von einer sich stabilisierenden oder gar sinkenden Retourenquote nicht die Rede sein, im Gegenteil. 6 von 10 Kunden schicken jährlich mindestens einen bestellten Artikel zurück und verursachen damit in den Versandhandelshäusern durchschnittlich eine Belastung von 8,5 Prozent des Nettoumsatzes. Roland Berger schätzt, dass dieser Wert im Jahr 2008 auf 12,3 Prozent steigen wird. Spätestens dann wären die Ergebnisse der Branche damit vollständig aufgezehrt, meine Damen und Herren.

Es liegt auf der Hand, dass wir bei der gegebenen Ausgangslage mit höchster Priorität daran arbeiten, die Parlamentarier des Deutschen Bundestages für eine Veränderung der für uns so nachteiligen Kostentraglast bei Retouren zu gewinnen. Der Gesetzentwurf „Fernabsatz von Finanzdienstleistungen“, in dessen Kontext man ohnehin in die relevanten Vorschriften des Fernabsatzrechts eingreifen muss, gibt die Möglichkeit dazu. In unzähligen Gesprächen mit Vertretern der Bundesregierung und den Parlamentariern aller Parteien haben wir unser Problem vorgetragen. Der Bundesrat hat im sog. 1. Durchgang mehrheitlich - und zwar mit Stimmen auch aus dem Regierungslager - die Empfehlung ausgesprochen, den Versendern die Möglichkeit zu eröffnen, die regelmäßigen Kosten der Rücksendung vertraglich dem Verbraucher auferlegen zu können. Diese Empfehlung hat die Bundesregierung in ihrer sog. Gegenäußerung zwar zurückgewiesen, sie hat aber dargelegt, sie wolle im weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens prüfen, ob und inwieweit dem Anliegen des Bundesrates Rechnung getragen werden kann. Der Deutsche Bundestag hat den Gesetzentwurf am 22.4.2004 in der sog. 1. Lesung an die Aus-schüsse verwiesen. Hier waren wir am vergangenen Donnerstag bei den Berichterstattern des federführenden Rechtsausschusses als Sachverständige geladen. An diesem Gespräch hat auch Herr Dr. Otto teilgenommen. Es gab uns Gelegenheit, nochmals die Dringlichkeit einer Gesetzesänderung darzulegen. Nach dem dort gewonnenen Stimmungsbild dürfen wir wohl hoffen, eine vernünftige Kompromisslösung auf den Weg bringen zu können – eine Garantie gibt es natürlich nicht. Wir dürfen aber in allen Fraktionen auf vielfältige Unterstützung vertrauen. Eine endgültige Lösung wird sicherlich erst nach der Sommerpause, also Anfang September, zu erwarten sein.

Meine Damen und Herren, ich darf Ihnen an dieser Stelle versichern, dass alles Notwendige getan wurde und weiterhin getan wird. Ob das Notwendige dann schließlich hinreichend ist, ob es gelingt, eine parlamentarische Mehrheit zur Unterstützung unseres Anliegens zu gewinnen, bleibt abzuwarten. Wir sind aber durchaus optimistisch, dass unsere intensive Arbeit Früchte trägt.

Damit dies aber so eintritt, werden Sie alle, liebe Kolleginnen und Kollegen, kurz vor der Abstimmung im Deutschen Bundestag über den genannten Gesetzentwurf nochmals vom bvh gebeten werden, Ihren regional gewählten Bundestagsabgeordneten mit der Bitte um Unterstützung anzusprechen.

Lassen Sie mich bitte an dieser Stelle eines noch klarstellen: An der grundsätzlich kostenlosen Retoure, die ja für unseren Vertriebsweg systemimmanent ist, soll sich nichts ändern. Die neu geschaffene gesetzliche Regelung soll aber unseren Kunden verdeutlichen, dass jede Retoure Kosten auslöst und der Kunde einen Beitrag mit leisten muss, diese Kosten auf ein systemkonformes Maß zurückzuführen. Von einer Senkung der Retourenquote werden schließlich alle unsere Kunden profitieren, denn natürlich wird der intensive Wettbewerb im Versandhandel und zwischen den Vertriebswegen des Einzelhandels dazu führen, dass eingesparte Kosten zum großen Teil an den Markt weitergegeben werden.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass wir uns in einem schwierigen rechtspolitischen Umfeld bewegen und zudem mit einer Verbraucherkonjunktur kämpfen, die schlechter fast nicht mehr sein könnte. Gerade dann gilt es aber, sich auf seine Stärken zu besinnen. Wir werden im Augenblick weder die Zurückhaltung der Verbraucher auflösen können, noch sämtliche bürokratische Schranken in der Gesetzgebung zum Wanken bringen.

Aber betrachten wir doch einmal die positiven Dinge: Rund 27 Millionen Deutsche kaufen inzwischen per Katalog, Internet oder TV, so die aktuelle Verbraucheranalyse VA 2003 der Bauer Verlagsgruppe. Zugenommen hat die Zahl der Versandkäufer gerade in den jüngeren Altersgruppen. Während heute rund 53 Prozent der 18- bis 29-jährigen zu den Versandhandelskunden zählen, waren das 1998 erst 42 Prozent. In der Gruppierung der 30- bis 39-jährigen ist inzwischen jeder Zweite ein Versandkäufer, 1998 war das nur gut jeder Dritte. Im Durchschnitt verfügt der Versandhandelskunde über ein Haushaltsnettoeinkommen von 2.163 Euro, so die Verbraucheranalyse, der Multi-Channel-Käufer liegt mit 2.592 Euro sogar noch weit darüber. Der Versandhandel gewinnt also gerade in jüngeren Käuferschichten mit überdurchschnittlichem Einkommen neue Kunden. Und das haben wir sicherlich zu einem ganz erheblichen Teil dem Internet zu verdanken. Der Internetumsatz des Versandhandels, gemessen ohne digital übermittelte Produkte wie Software oder Musik, und ohne Online-Buchungen im Touristikbereich, stieg im vergangenen Jahr um 34 Prozent auf 3,6 Mrd. Euro. Damit hat sich der E-Commerce-Umsatz gegenüber dem Jahr 2000 mehr als verdreifacht und erreicht inzwischen einen Anteil am gesamten Versandhandelsumsatz von gut 17 Prozent. Und neben dem Shopping mit der Maus wird auch der Einkauf per Fernbedienung immer beliebter. Für knapp 800 Millionen Euro wurde 2003 vom Fernsehsessel aus bestellt. Die Wachstumsraten sind beeindruckend und erinnern an die ersten Jahre des Internets. Bis 2010 könnte sich der Umsatz verdoppelt haben.

Sie sehen, die Multi-Channel-Strategie der Versender wächst mit den technischen Möglichkeiten. Wir sind der Ansicht, dass gerade in der Beziehung zum Kunden keine andere Vertriebsform so stark vom technischen Fortschritt profitieren kann wie wir. Wir arbeiten hart daran, unsere Kunden von unserem Angebot zu überzeugen. Wir setzen neue Trends durch besondere Spezialangebote, neue Sortimente und Dienstleistungen. Wir engagieren uns im Bereich neuer Technologien und feilen wei-ter an unseren Serviceleistungen. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen.

Meine Damen und Herren, damit bin ich auch schon beinahe am Ende meiner kurzen Rede angelangt. Wir haben in den letzten Jahren unsere Mitgliederversammlung stets mit einem Rahmenprogramm verbunden, das Ihnen zusätzlicher Anreiz und Nutzen sein soll. Auch 2004 ist es erneut gelungen, hochkarätige Referenten für die einführende Vortragsveranstaltung zu gewinnen. Ich darf sie Ihnen vorstellen.

Zunächst der erste Referent des heutigen Nachmittags, Herr Philipp Justus. Herr Justus ist seit Februar 2000 Vorsitzender der Geschäftsführung der eBay GmbH. Unter seiner Führung entwickelte sich eBay zu einem der führenden Online-Marktplätze in Deutschland, eBay verzeichnet heute über 17 Millionen Besucher pro Monat. Von 1996 bis 2000 war der Diplom-Kaufmann Philipp Justus zunächst bei der Boston Consulting Group in München beschäftigt und betreute dort europäische Konsumgüterhersteller.

Ich freue mich ebenfalls, ankündigen zu können, Herrn Professor Dr. Norbert Bolz vom Institut für Sprache und Kommunikation der TU Berlin. Professor Bolz schlug nach dem Studium der Philosophie, Germanistik, Anglistik und Religionswissenschaften die universitäre Laufbahn ein und lehrte zunächst von 1992 bis 2002 als Universitätsprofessor für Kommunikationstheorie am Institut für Kunst- und Designwissenschaften der Universität GH Essen bevor er zum Wintersemester 2002/2003 zur TU Berlin wechselte. Seine Themenschwerpunkte ranken sich um solch interessante wie zum Teil auch provokante Thesen wie „Der Abschied von der heiligen Familie“, „Die Lust am Self-Design“ oder „Warum es intelligent ist, nett zu sein“.

Meine Damen und Herren, beide Herren versprechen, da bin ich sicher, packende und inhaltsreiche Vorträge, aber sicher auch viel Anlass zu durchaus auch kontroverser Diskussion. Ich möchte Sie deshalb bereits jetzt anhalten, sich im Anschluss an die Vorträge nicht „zurückzuhalten“, wir haben diese wichtige Zeit eingeplant.

Ich wünsche uns allen viele neue Einsichten, anregende Gespräche und Diskussionen und unserer gesamten Mitgliederversammlung einen guten Verlauf und bitte nun Herrn Justus für seinen Vortrag zum Rednerpult.

Vielen Dank.

 

Rede zum Dinner, Magdeburg 22. Juni 2004, ca. 19 Uhr, Festsaal Hotel Herrenkrug, (Dauer: 5 min.)

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Professor Dr. Böhmer,

sehr geehrte Damen und Herren,

der Auftakt der bvh-Mitgliederversammlung begann heute Nachmittag mit fulminanten Vorträgen und viel Diskussionsstoff. Dafür möchte ich erneut Herrn Justus und Prof. Bolz Dank sagen.

Kurze Replik des Gehörten „Fazit“

Meine Damen und Herren, ganz besonderer Dank gilt dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, der trotz eines weiteren Anschlusstermins an diesem Abend gekommen ist, um ein Grußwort an uns zu richten. Ich heiße Sie herzlich willkommen und verspreche Ihnen, dass wir es Ihnen sehr schwer machen werden, pünktlich den Saal wieder zu verlassen.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend mit open end und möchte jetzt Herrn Ministerpräsident Professor Böhmer bitten.




Dateien zum Download:
Rede_Praesident_EroeffnungMV_Dinner_220604.doc



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Konsequentes Wachstum im Versand- und Online-Handel

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